||

Fühlen Sie sich
wohlbehütet. 

Unser Service.

Bundestag beschließt KWKG

(vom 04.12.2015)

Der Bundestag hat gestern Abend das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) 2016 in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Das KWK-Gesetz kann damit voraussichtlich am 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärte, positiv sei insbesondere, dass konkrete Mengenziele für den KWK-Ausbau – bis 2025 sind es 120 TWh – festgelegt worden seien. Auch die Verlängerung des Geltungszeitraums von 2020 auf 2022 sei eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Sichere Investitionsbedingungen seien ein zentraler Faktor, um die Potenziale der KWK-Technik für Effizienzsteigerungen im Wärmemarkt und den Klimaschutz zu heben. 

Der BDEW schätzt, dass die verbesserten Förderbedingungen für Anlagen bis 50 kW den KWK-Ausbau deutlich voranbringen werden. Dies gelte vor allem für kleinere Anlagenkonzepte, wie sie vermehrt in der Quartiers- und Objektversorgung vorkämen, aber auch für die Installation von Mikro-KWK. Unverständlich für den BDEW bleibe hingegen, warum der Gesetzgeber neue und hocheffiziente Gas-KWK-Anlagen, die noch eine Förderung nach dem KWK-Gesetz 2012 erhalten, sowie kleinere KWK-Anlagen mit einer Leistung unterhalb von 2 MW von der Bestandsförderung ausschließe.

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) kritisiert das Gesetz, denn anders als jetzt sollen in Zukunft vor allem öffentliche KWK-Anlagen gefördert werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die industrielle KWK bleibe weitestgehend außen vor, die großen Potenziale zur CO2-Einsparung in der Industrie würden außer Acht gelassen. Mit dem Kompromiss werde die im Regierungsentwurf bereits angelegte Ungleichbehandlung zwischen öffentlicher und industrieller KWK zementiert, kommentierte Barbara Minderjahn, Geschäftsführerin des VIK das Gesetz. Die effiziente KWK-Technologie spare in der Industrie bereits heute über 18 Mio. t CO2 pro Jahr ein. Da insbesondere der Wärmebedarf der Unternehmen auch in Zukunft realistisch betrachtet nicht über erneuerbare Energien gedeckt werden könne, böten sich hier große Potenziale für die Erreichung der Klimaziele. Diese würden mit der Novellierung des KWK weitgehend ignoriert.

 

zurück