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Klimaschutzziele sind auch ohne Atomkraft erreichbar

(vom 09.11.2015)

Die europäischen Klimaschutzziele seien nicht gefährdet, wenn bestehende Atomkraftwerke nach und nach abgeschaltet und keine neuen mehr gebaut würden. Das hätten Fallstudien sowie Szenarioanalysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergeben, erklärte das Institut gestern in Berlin. Demzufolge könnten die Emissionsminderungsziele in Europa bei einem deutlichen Ausbau erneuerbarer Energien auch gänzlich ohne Atomkraft erreicht werden.

Deutlich gestiegene Investitionskosten für neue Atomkraftwerke, zunehmende Betriebskosten und ungelöste Fragen des Rückbaus und der Endlagerung würden die Technologie auch wirtschaftlich derart unattraktiv machen, dass es eine Renaissance der Atomkraft nicht gebe und auch nicht mehr geben werde, heißt es in der Pressemitteilung. Vor allem die immer günstigere Stromproduktion aus Windkraft und Photovoltaik könne die Rückgänge bei der Atomkraft kompensieren.

Zudem würden die Energieexperten des DIW Berlin sich dafür aussprechen, die Finanzierung des Rückbaus der Atomkraftwerke und der Entsorgung der radioaktiven Abfälle in Deutschland über einen öffentlich-rechtlichen Fonds zu sichern. Dieser Atomfonds könnte die Rechtsform eines Sondervermögens des Bundes oder einer öffentlich-rechtlichen Stiftung haben. Die Einzahlung der Konzerne könnte in Anlehnung an die Aufbauphase des Bankenrestrukturierungsfonds über acht bis zehn Jahre gestreckt werden.

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