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Heidjers Stadtwerke fördern Umweltunterricht an Grundschulen

(vom 05.03.2018)

Mit spannenden Experimenten und Praxisaufgaben haben die Kinder der Grundschule am Osterwald gelernt, wie der Strom bei ihnen zu Hause bis zur Steckdose kommt. Eine Doppelstunde lang durften alle Viertklässler der Schule spielerisch den verantwortungsvollen Umgang mit Energie erlernen. Der Unterricht ist Teil eines neuen Lernprojektes, das von den Heidjers Stadtwerken initiiert und mit Lernmaterial unterstützt wurde. Der Umweltunterricht mit den Themenschwerpunkt „Energie erleben und verstehen“ wird in diesem Halbjahr erstmals in fünf Grundschulen in Schneverdingen und Neuenkirchen durchgeführt.

„Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für viele Kinder im Alltag noch nicht greifbar. Dieses Thema wird besonders für diese Generation jedoch noch erheblich an Bedeutung gewinnen“, sagt der Vertriebsleiter der Heidjers Stadtwerke, Philipp Rohlfs. „Genau das ist auch der Grund, warum wir die Kinder möglichst früh und vor allem spielerisch an den Umweltschutz heranführen möchten.“ Der Gedanke hinter dem Projekt: Wer schon als Kind lernt, Energie nachhaltig zu nutzen, wird dieses Verhalten sehr wahrscheinlich auch als Erwachsener fortführen.

Nachdem die Kinder festgestellt hatten, wozu sie in ihrem Alltag überall Strom brauchen – z.B. zum Licht anknipsen, Handy aufladen oder für die Spielekonsole – umringten die Viertklässler den Experten Andreas Merkle. Der Mitarbeiter der Deutschen Umwelt-Aktion (DUA) schlüpfte im Auftrag der Stadtwerke für jeweils 90 Minuten in die Rolle des Klassenlehrers. Er hatte für die Kinder unter anderem das Modell einer Dampfmaschine mitgebracht, das unter lautem Getöse und mit dampfendem Mini-Schornstein ein kleines Glühlämpchen zum Leuchten brachte. Anhand dieser Dampfmaschine erklärte der Experte, wie in Kohle- und Öl-Kraftwerken Strom erzeugt wird und welche Auswirkungen das auf das Klima hat. „Die Kinder haben schnell verstanden, wie schlecht CO2 für die Umwelt ist und wollten wissen, ob man Strom auch erzeugen kann, ohne dass Kohlendioxyd entsteht“, erzählt Andreas Merkle. Die Antwort fanden die Kinder nicht allzu weit von ihrem Klassenraum entfernt – im Erlebnisbad Heidjers Wohl in Schneverdingen. Dort ist seit Jahren ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb. Im Inneren des BHKWs ist ein mit Biogas betriebener Motor verbaut, der einen Generator in Gang setzt. Dieser wandelt anschließend die mechanisch erzeugte Energie in Strom um. Mit dem wird die auf LED umgerüstete Straßenbeleuchtung der Stadtwerke versorgt. Gleichzeitig wird aber auch die freigesetzte Wärme des Motors genutzt, um das Wasser und die Schwimmhalle im Heidjers Wohl: zu beheizen. Also quasi eine Win-Win-Situation für das Schwimmbad und das Klima.

Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten umweltfreundlich Strom zu erzeugen. So bekamen die Kinder von Andreas Merkle zunächst ihre eigenen kleinen Windrädchen, um herauszufinden, wie aus Wind Strom gemacht werden kann. Indem sie auf die kleinen Rotoren pusteten, konnten sie beobachten, wie der daran angeschlossene Dynamo plötzlich eine Lampe zum Leuchten brachte. Genau wie im kleinen Modell funktioniert das System auch bei den beiden Windrädern in Schneverdingen, mit denen die Stadtwerke Ökostrom für ca. 3.000 Haushalte erzeugen. Ebenfalls für stauende Kindergesichter sorgten die solarbetriebene Spielzeugautos, mit denen sich die Kinder ein Wettrennen liefern konnten, sowie ein von Hand betriebenes Wasserkraftwerk, mit dem ebenfalls Strom im Klassenzimmer erzeugt wurde.

„Es war toll zu sehen, mit wie viel Spaß die Kinder bei der Sache waren“, freute sich Philipp Rohlfs im Anschluss an die insgesamt drei Doppelstunden in der Grundschule am Osterwald über die engagierte Mitarbeit der Kinder. „Das zeigt mir, dass sich das Engagement der Stadtwerke gelohnt hat.“ In den kommenden Wochen wird der Umweltunterricht auch noch an den Grundschulen in Hansahlen, am Pietzmoor, Lünzen und in Neuenkirchen durchgeführt. Die Lehrer und Schüler der Schule am Osterwald hatten den Stadtwerken jedoch bereits so positive Rückmeldungen gegeben, weshalb Philipp Rohlfs bereits heute über eine Neuauflage des Projektes im kommenden Schuljahr nachdenkt.

Philipp Rohlfs (links), Andreas Merkle sowie Schüler der Klasse 4 b der Grundschule am Osterwald in Schneverdingen
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